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Papa trägt doppelt – Kleine Bartträger geboren

Dienstag, den 6. Februar 2018. Noch keine zwei Wochen alt ist der jüngste Nachwuchs im Zoo Hoyerswerda. Erst vor kurzem erblickten zwei kleine Kaiserschnurrbarttamarine das Licht der Welt. Die nicht einmal zehn Zentimeter großen Krallenaffenjungtiere sind bereits der zweite Nachwuchs des Zuchtpärchens. Das ältere Geschwisterchen kam erst Ende Juli 2017 zur Welt. Noch steht das Geschlecht der Zwillinge nicht fest. In ihrer Anlage direkt hinter den Pinguinen sind sie aber bereits zu sehen.

Zurzeit ist der Lieblingsort des Affennachwuchses der Rücken des Papas und das kann auf Dauer ganz schön anstrengend werden. Bis zu sieben Wochen verbringen die Jungtiere auf dem Rücken der Erwachsenen. Erst danach werden sie selbstständiger und erkunden ihre Umwelt. Die Mutter nimmt das Jungtier nur zum Säugen. Für die Aufzucht ist der Rest der kleinen Gruppe verantwortlich. Auch das Jungtier des letzten Jahres übernimmt schon Verantwortung. Noch etwas unsicher und nur für kurze Zeit trägt auch er schon einen seiner beiden Geschwister auf dem Rücken. Dann bewegt er sich ganz vorsichtig und langsam damit dem Kleinen nichts passiert und wenn ihm die Verantwortung doch noch zu groß ist, bringt er den Nachwuchs den Elterntieren wieder. Den prägnanten weißen Schnurrbart, der an Kaiser Wilhelm erinnert und den Affen ihren Namen gab, ist auch jetzt schon leicht sichtbar.

Kaiserschnurrbarttamarine sind in den Regenwäldern des Amazonas und seinen Nebenflüssen in Bolivien, Brasilien und Peru beheimatet. Die kleinen Affen ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Baumsäften und kleinen Insekten. Tamarine leben in kleinen Gruppen verwandter oder fremder Affen zusammen. Nur das dominante Weibchen pflanzt sich mit allen Männchen fort. Zwillingsgeburten sind bei den kleinen Krallenaffen die Regel. Somit ist die Chance, dass ein Jungtier überlebt größer. Kaiserschnurrbarttamarine können bis zu 20 Jahre alt werden.