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Das große Zählen – Inventur im Zoo Hoyerswerda

Donnerstag, den 8. Februar 2018. Der Zoo Hoyerswerda beherbergt zum Inventurstand (31.12.2017) insgesamt 1048 Tiere in 108 Arten bzw. Haustierrassen. Bei vier Revieren und vielen unterschiedlichen Tieren ist das Zählen nicht immer ganz so einfach.

Am schwersten hat es das Vogelrevier zu dem Fische, Insekten, Amphibien, Reptilien und natürlich die Vögel zählen. Besonders die Fische und Frösche stellen das Revier vor kleine Herausforderungen. Während die Frösche noch teilweise ruhig verharren dafür sich aber gut tarnen können, sind die Fische recht flink im Wasser unterwegs. Um sie aber dennoch zählen zu können, wird ein Foto gemacht und die Tiere darauf gezählt. Für die drei anderen Reviere, die meist die größeren Säugetiere betreuen, reicht manchmal ein einfacher Blick um zu schauen, ob alle ihre Schützlinge da sind. So wie die zwei Braunbären Björn und Bengt oder die zwei Trampeltierstuten Gerda und Jeannie. Allerdings gibt es auch bei den Säugetieren besonders flinke Kandidaten. Bei den Totenkopfaffen ist deshalb Geduld und ein gutes Auge gefragt. Während sie von einer Klettermöglichkeit zur anderen springen, versuchen die Tierpflege sie nicht nur zu zählen, sondern auch zu unterscheiden.

„Zusätzlich zum Zählen bietet sich bei einer Inventur auch gleich die Gelegenheit für einen Gesundheitscheck der Tiere. Wenn es möglich ist, überprüft man auch Gewicht und Größe, die Auskunft über das Wohlbefinden des Tieres geben können.“, erläutert der Zoologische Leiter Eugène Bruins. Bei der heutigen Kontrolle der Fidschi Leguane ist das Männchen dem Weibchen immer voraus. Er wiegt zehn Gramm mehr und ist einen Zentimeter länger als seine Partnerin. Sie wiegt normale 140 g und ist 16 cm (ohne Schwanz) lang.

Der leichte Rückgang der Individuen erklärt sich mit der planmäßigen Reduzierung von einzelnen Insekten wie Fauchschaben, Rosenkäfern und Gespenstschrecken. Dafür kamen aber bei den Fischen und Säugetieren neue Tiere hinzu. Besonders der Zuchterfolg des letzten Jahres bei insgesamt zwanzig Arten führte zu einem Anstieg der einzelnen Individuen. Darunter drei Kängurus, zwei Stachelschweine, drei Ouessantschafe, vier Totenkopfaffen und vier Erdmännchen. Die größere Anzahl der Tierarten hat vor allem mit dem Aquaterrarium zu tun. Dort wurden insgesamt zehn neue Arten angeschafft wie der Schwarze Teufelsrochen oder der Stirnlappenbasilisk. Aber auch Emudame Hilde, zwei Kolkraben und die Kubafinken sind gänzlich neue Arten in 2017 gewesen.

Weitere neue Bewohner im Zoo Hoyerswerda sind unter anderem Fischotter Baltazar, ein Fennekmännchen, ein Marabock, zwei Bennettkänguruweibchen, Zwergflussdame Paula und ein Erdmännchenmann. Aber auch komplette Pärchen fanden hier ihr Zuhause wie Goldfasane, Silberfasane oder Weißbüscheläffchen.

GESAMTBESTAND (ohne Futtertiere)

1048 Individuen in 108 Arten bzw. Haustierrassen,

(Vorjahreswert: 1106 / 96 Arten bzw. Haustierrassen)

 

  Individuen Arten
Wirbellose 361 10
Fische 313 18
Amphibien 36 1
Reptilen 44 18
Vögel 124 28
Säugetiere 170 33

 

Übrigens: Das älteste Tier im Zoo Hoyerswerda ist die Galápagos-Riesenschildkröte Jolante mit 58 Jahren. Das schwerste Tier ist Trampeltierstute Jeannie mit ca. 500 kg. Die wohl kleinsten Säugetiere im Zoo Hoyerswerda sind die Zwergmäuse. Die jüngsten Zoobewohner sind zwei kleine Kaiserschnurrbarttamarine, die erst Ende Januar geboren wurden. Am längsten leben vier Flamingos in Hoyerswerda, sie kamen bereits 1981 in den Zoo.