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Auf dem Bild ist der Nachwuchs von Kaiserschnurrbarttamarinen auf dem Rücken des Papas im Zoo Hoyerswerda zu sehen.

Papa trägt doppelt

Kleine Bartträger geboren

Donnerstag, den 5. Februar 2026. Fast zwei Monate alt ist der jüngste Nachwuchs im Zoo Hoyerswerda. Kurz vor Weihnachten erblickten zwei kleine Kaiserschnurrbarttamarine das Licht der Welt. Die gerade einmal zehn Zentimeter großen Krallenaffenjungtiere sind bereits der fünfte Wurf des Zuchtpärchens. Damit ist die Gruppe auf zehn Tiere herangewachsen. Noch steht das Geschlecht der Zwillinge nicht fest. In ihrer Anlage direkt hinter den Pinguinen sind sie aber bereits zu sehen.

Zurzeit ist der Lieblingsort des Affennachwuchses der Rücken des Papas und das kann auf Dauer ganz schön anstrengend werden. Bis zu sieben Wochen verbringen die Jungtiere auf dem Rücken der Erwachsenen. Erst danach werden sie selbstständiger und erkunden ihre Umwelt. Die Mutter nimmt das Jungtier nur zum Säugen. Für die Aufzucht ist der Rest der kleinen Gruppe verantwortlich. Auch die Geschwister übernehmen schon Verantwortung. Noch etwas unsicher und nur für kurze Zeit tragen auch sie den Nachwuchs auf dem Rücken. Dann bewegen sie sich ganz vorsichtig und langsam damit den Kleinen nichts passiert und wenn ihnen die Verantwortung doch noch zu groß ist, bringen sie den Nachwuchs den Elterntieren wieder. Den prägnanten weißen Schnurrbart, der an Kaiser Wilhelm erinnert und den Affen ihren Namen gab, ist auch jetzt schon leicht sichtbar.

Kaiserschnurrbarttamarine sind in den Regenwäldern des Amazonas und seinen Nebenflüssen in Bolivien, Brasilien und Peru beheimatet. Die kleinen Affen ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Baumsäften und kleinen Insekten. Tamarine leben in kleinen Gruppen verwandter oder fremder Affen zusammen. Nur das dominante Weibchen pflanzt sich mit mehreren Männchen fort. Zwillingsgeburten sind bei den kleinen Krallenaffen die Regel. Somit ist die Chance, dass ein Jungtier überlebt größer. Kaiserschnurrbarttamarine können bis zu 20 Jahre alt werden.